Denglish und Bad Simple English im Alltag vermeiden
29. Juli 2007 von dirkBad Simple English und Denglish, sowie Anglizismen sind im Alltagsgeschäft immer öfter auftauchende Lächerlichkeiten. Wenn man zu einem „Summer Out“ eingeladen wird dann verbirgt sich ein Sommerfest eines Unternehmens dahinter.
Nun wurde auch erwiesen was wir vor Jahren bereits beobachteten, durch eine kleine Änderung auf einer Homepage (Home wurde zur Startseite) konnten wir die Quereinsteiger der Seite die durch Suchmaschinen kamen doch tatsächlich auf unsere Startseite bekommen. Die Botschaft der Unternehmen mit englischen (und es sind fast nie englische sondern wirklich fast ausschließlich das so genannte „Bad Simple English“) Slogans kommt nicht an.
„Come in und find out“ (jetzt geändert) wurde wörtlich übersetzt oder Drive alive“ (ebenfalls geändert) brachte da leichte Probleme nur richtig Lustig wurde es bei „Power durch Emotion“ (auch geändert)was sich mit dem Spruch „Kraft durch Freude“ übersetzen lässt und damit wollte man dann doch nichts zu tun haben.
Wir versuchen auf unseren Seiten einfach aus Erfahrung her möglichst nur deutsche Begriffe zu verwenden. Man hat weniger Verständnisprobleme, allein die Anrufe die ich bekam weil bei uns an einigen Stellen Supportforum stand, was nun in Support/Hilfeforum geändert wurde.
Auch unter Kollegen aus der Branche grassiert diese Krankheit, die manchmal im Gespräch ansteckt aber man lassen muss. So geht man ins Office, macht einen Call und natürlich befindet man sich im Meeting. Teilweise nimmt das gerade in der Finanzbranche lächerliche Formen an, da ein Grossteil der Begriffe völlig frei erfunden ist. Wir haben alle einen Score mit dem unser Ranking festgelegt wird und liegen in einem Portfolio.
Auch in der Werbebranche scheint jede Agentur eigene Begriffe für Werbeformen zu erfinden, Full Size Banner ist noch was übliches und verbreitet aber ansonsten gibt es für ein und dasselbe Produkt bei Firmen verschiedene Begriffe und immer wieder fragt man, was bedeutet das und nach der Antwort fragt man nicht nur sich sondern auch das Gegenüber warum man das nicht gleich so nennt.
Auf jeden Fall kann man eines leicht in der Praxis nachweisen, je mehr Englisch desto schlechter das Produkt oder kleiner die Firma. Sat 1 zeigt´s allen und RTL macht nun auch wieder auf Deutsch im Slogan, kleinere wie RTL2 haben englische Slogans und verwenden im Alltag diese Fremdsprache häufig, News statt Nachrichten usw. usw.. Einfach mal beobachten, man versucht sich als aufzublasen, wir haben ja auch einen Corporate Blog statt eines Firmentagebuchs
Die Berufsbezeichnungen in Unternehmen sind auch oft abenteuerlich (ich bin “Chief Executive Officer” :)) ), wenn man Stellenanzeigen liest fragt man sich ob denen noch klar ist was die suchen.
So ist es nicht verwunderlich das es Agenturen gibt die sich drauf spezialisiert haben wieder „einzudeutschen“, denn eins ist klar. Will man schick und Trendy (Modern) wirken oder will man verkaufen? Scheiss drauf ob dies ein Sales Manager tut oder ein Verkäufer aber vielleicht schrecken einige Bezeichnungen ab und das dürfte schon bei solchen einfachen Sachen so sein. Die Leute wollen es eindeutig und danken mit Umsatz und nur darum muss es uns ja bei der Arbeit gehen!
Daher, deutsche Seiten befreien von nichtdeutschen Begriffen und jede Wette, die Nutzungszahlen werden massiv steigen!

Völlig beklopptes Denglish. “Stepp bei Stepp” ist der Brüller und fällt anscheinend schon keinen mehr auf.
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Am 30. Juli 2007 um 02:46 Uhr 1
Sehr guter Eintrag – da spricht einem vieles aus der Seele
“Emotion” würd ich aber nicht mit “Freude” übersetzen, und wenn ich “Firmentagebuch” lese denke ich eher an ne kleine Kammer mit Schränken voller Akten und jeder Menge Papier statt Computern…
Aber dass die Verhältnismäßigkeit – wann werden deutsche und wann englische Begriffe genutzt – nicht mehr stimmt, da geb ich dir recht.
Man muss halt immer auch bissl mit drauf achten, was wofür eingesetzt werden soll
PS: Hab auf einer meiner Seiten “Home” auch gleich mal durch Startseite ersetzt… mal sehen was es bringt
Am 30. Juli 2007 um 02:55 Uhr 2
Geb ich Dir Recht, ich mag lieber
Verkäufer als Sales Manager aber
wenn es motiviert dann gerne
Man muss immer auf die Gründe schauen
aber eben nicht Vergessen das man es
nicht macht um gut da zu stehen sondern
um zu verkaufen und der Kunde ist nun
nicht zu 100% so wie man sich ihn
vorstellt sondern jung und alt, dumm und schlau, haltgemischt und man muss für
alle erreichbar sein dessen Geld man will.
Am 30. Juli 2007 um 09:29 Uhr 3
Thanks übrigens für unser Brainstorming letzte Woche.
Am 30. Juli 2007 um 10:40 Uhr 4
na ich sag nur Beratervertrag
dann gibts öfters Gehirnstürme lool
Am 30. Juli 2007 um 14:52 Uhr 5
Was hast du denn gegen “Stepp bei Stepp”? Is doch nur ne kleine Wortspielerei und hat in diesem Zusammenhang nix mit dem englischen Wort “Step” zu tun.
Am 30. Juli 2007 um 16:14 Uhr 6
Es ist eindeutig
Denglish weil es sich auf
“Step by Step” bezieht.Dann
nennt man das Denglish und
darum gehts ja hier in diesem
Artikel. Es hat also schon was
damit zu tun, siehe verlinkte
Definition. Siehe auch Bildquelle
die Du ja leicht finden wirst mit
einem Rechtsklick. Von diesem Spruch gibt
es auch eine deutsche version die
ebenfalls gepasst hätte und noch
Richtig dazu gewesen wäre.
Am 30. Juli 2007 um 16:24 Uhr 7
Der Artikel bzw. das Bild scheint sich hier aber auf den Stepp-Tanz zu beziehen (wenn man Schuhe betrachtet). Daher ist es nur ne Wortspielerei und hat mit dem “Step by Step” bzw. dem “Schritt für Schritt” nur in Anlehnung zu tun.
Am 30. Juli 2007 um 16:28 Uhr 8
Ein Battle, dass flasht mich total. Ich mag es eh nicht chillig. Mal gucken wer der King ist. Bye Boys ö.ö
Am 30. Juli 2007 um 16:36 Uhr 9
Mist, letzten Freitag hatte ich hier im Lehrer-Fortbildungszentrum in Meißen ‘ne ganze Reihe Englischlehrer (auch aus Amerika) hier, die hätte ich fragen können. Heute sind nur “Künstler” da.
Am 30. Juli 2007 um 17:02 Uhr 10
Also ich würde schon sagen das es
sich drauf bezieht, es geht um den
Tanzschritt und der Stepdance heisst
ja nicht anderes als Schritttanz.
Das wurde eingedeutscht in Stepptanz
aber hier im Artikel geht es um
Schritte, um welche auch immer, daher
ist es klassisch Denglisch da er weder
das eingedeutsche noch das englische
genommen hat sondern es denglish neu
gebildet hat.Denn Deutsch ist es
“Schritt für Schritt” Englisch
“Step by Step” und in Denglish
“Stepp bei Stepp” und daher passt
es hier dazu.
Am 30. Juli 2007 um 18:58 Uhr 11
Virtual Corporate Battle im Blog. Na das ist mal neu.
Zum Eigentlichem: Menschliche Sprache ist keine Formale Sprache. Sie ist nicht festgeschrieben und entwickelt sich. Nur dadurch kann sie für neue Situationen angepasst werden.
Das “globale Dorf” ist solch eine neue Situation. Es macht keinen Sinn ein Internet in Deutschland Zwischennetz und einen Server Diener zu nennen.
Deshalb meine Meinung: Denglish dort wo es etabliert ist. Weder die Sprachevolution künstlich vorantreiben noch dem “Verein Deutscher Sprache” beitreten.
Also nicht “Corporate Blog” in “Firmentagebuch” sondern einfach in “Firmen Blog” umbenennen!
Am 30. Juli 2007 um 22:17 Uhr 12
Richtig, aus der Sicht aber
ich wollt mit dem Beitrag
her der Umsatzföderung als
dem Schutz der deutschen
Sprache dienen und wollt
es aus dieser Sicht
gesehen haben. Logisch
entwickelt sich Sprache,
mal abgesehen ob Denglish
nicht zu Gosse ist.
Am 15. Dezember 2007 um 04:49 Uhr 13
Was ist ein Blog? Ein Tagebuch kenne ich und wenn ich Tagebuch auf dem BILDSCHIRM sehe weiß ich auch, dass es ein “Tagebuch im verfickten Netz” ist. Warum also nicht Tagebuch? Manchmal verstehe ich die Deutschen nicht, als ob die Amis und Engländer alles aufs Internet verdeutlichen wo es doch schon eh offensichtlich ist und wenn nicht spielt es doch keine Rolle? Mal ehrlich… Wenn ich zu http://www.xyz123.de verweise dann ist meinem Gegenüber sehr wohl bewusst, dass ich keinen Straßenwegweiser meine sondern, dass es sich um eine Adresse im “Internet” handelt. Da muss ich doch nicht extra das Wort “link” benutzen. Oder gehen die Engländer/Amis her und erfinden da ein neues Wort? Link bedeutet bei denen auch noch etwas anderes aber bei uns soll es das Wort verweisen oder verbinden ersetzen. TOTALER SCHWACHSINN!!
Am 16. Dezember 2007 um 17:43 Uhr 14
Schwachsinn ist eher für jedes Land ein eigenen Begriff zu schaffen für etwas was es nur im Internet gibt, das Internet ist ein eigenes Land, mit eigener Sprachkultur. Ländergrenzen gibtes hier nicht und man braucht kein Wirrwarr von vielen Begriffen für die gleiche Sache.
Also nicht zu vergleichen mit einer Benutzerführung oder Beschreibung auf einer deutschsprachigen Seite.
Am 3. Februar 2008 um 16:33 Uhr 15
[...] aber ich freu mich so.. in 3 Stunden fährt mein Zug zum Flughafen. So, raus aus dem Office und Tasche [...]
Am 11. Juni 2008 um 11:39 Uhr 16
Stepp by Stepp finde ich recht witzig, aber was ich nicht witzig finde: “fällt schon keineN mehr auf”….ich empfehle an dieser stelle bastian Sick.