stromanbieter

wettbewerbsnachteile-am-standort-deutschland

Wettbewerbsnachteile am Standort Deutschland

18. Dezember 2007 von dirk

Im Büro musste ich bis nach 23 Uhr arbeiten denn ich hatte ein längeres Telefonat am Abend, welches Kürzer geplant war, wodurch ich meine Sachen nicht fertig bekam und solange Nacharbeiten musste. Es war wirklich traurig, wieder verlässt ein Kollege das Land. Mir scheint als gehen nun alle Domainhändler nach Dubai. Bei Ihm wird es in 2 Monaten soweit sein.

Warum? Als ein Domainhändler verkauft mittlerweile nur wenn er muss, er parkt und vermarktet seine Domains lieber derweil und kauft vom Erlös wieder neue Domains. Verkauft wird nur bei sehr guten Geboten.

Nun ist da nur ein Problem, Domainkäufe kann man nicht seinem Gewinn gegensetzen, da Sie nicht absetzbar sind. Nicht abnutzbares Wirtschaftsgut heißt das wohl. Bedeutet, man kann den Kaufpreis einer Domain erst beim Verkauf absetzen.

Bundesfinanzhof in München
Denn der so genannte Domain-Name sei “ein in der Regel nicht abnutzbares Wirtschaftsgut. Ausgaben für nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter könnten nach geltendem Steuerrecht aber erst geltend gemacht werden, wenn das Gut wieder verkauft werde. Auch eine Abschreibung über mehrere Jahre scheide wegen der fehlenden Abnutzung aus. Ob es davon Ausnahmen geben kann, etwa wenn ein Domain-Name an zeitlich befristete Markenrechte geknüpft ist, ließen die obersten Finanzrichter offen. In jedem Fall könnten die Käufer die Mehrwertsteuer sofort als Betriebsausgaben absetzen.

Eine Internet-Adresse ist ein eigenständiges Wirtschaftsgut, unabhängig von ihrer Nutzung durch einen konkreten Internet-Auftritt. Allerdings unterliege dieses Wirtschaftsgut keinerlei Abnutzung, weil der Domain-Name zeitlich unbefristet registriert werde.

Wer nun die Domains vernünftigerweise 3-4 Jahre halten möchte oder gar nicht verkaufen mag der hatte Gewinne zu versteuern und kann keine Domains mehr vom Gewinn kaufen. In Dubai ist das Anders! Nun kann man also mal z.B. 2-3 Monate dort sein und dann 1 Monat hier, seine Sachen regeln (reicht ja auch) und Kontakte pflegen, Veranstaltungen besuchen, Business machen.

Das Problem haben wir nun leider auch….ich mag nicht Wissen was der Steuerberater mir noch sagt was ich nachzahlen muss, denn wir haben das in der Vergangenheit nicht gewusst und Anders gewirtschaftet. Muss ich teure Einkäufe wieder verkaufen damit ich nicht auf die Einkaufpreise steuern zahlen muss als hätte ich Privat das Geld verbraten?

Es geht hier im Übrigen nur um den Kaufpreis, die Gebühren des Hosting der Domain beim Provider sind weiter normale Betriebsausgaben. Es geht nur um den Kaufpreis, der an den bisherigen Domaininhaber als “Ablöse” bezahlt wurde.

Den Bereich Domainhandel will und kann ich aber nicht aufgeben, da er einen erheblichen Teil der Firma finanziert. Möglichkeit wäre, ich verlasse das Land ins Ausland, wo ich dann nachweisbar auch wohnen muss die Mehrheit des Jahres. Gründe dort eine Domainhandelsfirma und den jetzigen Standort könnte ich als Betriebsstätte behalten, nur müsste hier alles nach Plan funktionieren. Das muss mir der Steuerberater mal erklären aber Dubai wäre nichts für mich.

Außerdem müsste ich in Firma alle Bereiche streichen die nicht zu 100% funktionieren wenn ich mich regelmäßig mal ne Woche oder Zwei nicht darum kümmere oder nicht da bin. Das wäre Einiges. Es reißt halt schnell mal was Ein wenn man nicht erinnert oder durchdrückt. Dafür hätte ich dann zu wenig persönliche Anwesenheit, selbst wenn es nur nach Spanien geht und nicht nach Dubai. Ich wart mal ab was das Finanzamt sagt, denn ohne Domains habe ich keine Grundlage für Projekte und so einen Standortnachteil gegenüber anderen Ländern kann ich mir nicht leisten, denn ich bekomme ja auch nicht mehr Geld als Diese.

Ignorieren geht als Einfach nicht! Man muss sein Geschäftsmodell anpassen oder sein Lebensumfeld. Alles steht auf dem Prüfstand? Danke Finanzamt. *RUMHEUL*

Ähnliche Beiträge:

  1. Wetten, dass?
  2. Kreditkartenzahlung verliert noch mehr Vertrauen in Deutschland
  3. Domainhandel, Domains kaufen und verkaufen
  4. Hinterhofprovider
  5. Stand der Dinge

4 Reaktionen zu “Wettbewerbsnachteile am Standort Deutschland”

  1. mane

    Hi Dirk, wenn Ausland dann Sonne…;-)
    will dich schliesslich auch mal besuchen.

    LG
    Mane

  2. il capo

    Ich schaue was so von Dresden auch direkt angeflogen wird um immer mal herkommen zu können wenn ich Sehnsucht habe. Na, also ich glaub ich hab schon Auswahl getroffen aber lasse das letzte Wort das Finanzamt und den Steuerberater haben, die glücklicherweise beide Verständnis für meine Situation haben.
    Im Grunde wäre ich ja laut Plan eine Woche hier, 2 Wochen dort-wo auch immer und das auch vielleicht noch nicht einmal in den nächsten 10 Monaten.

  3. Knackpunkt zum Wendepunkt

    [...] Es ist Passiert! Jetzt kann ich schon nicht mehr frei und unbekümmert arbeiten und mach mir über Sachen Gedanken die früher nie Bestandteil meines Handelns waren. [...]

  4. Domainhandel 2007

    [...] An der Sedostudie habe ich mit 24 Verkäufen und 77 Käufen 2007 über Sedo mitgewirkt, einige mehr hatten wir ausserhalb dieses sehr guten Portals. Die erste verkaufte Domain war Flyer.eu und die erste gekaufte indienshop.de. Der über getätigte Umsatz war sechstellig, das Sedo sich auch 2007 über fünfstellige Provisionen von INlife sich freuen durfte. Aber nicht nur Sedo freut sich, sondern auch das Finanzamt denn wie hier bereits berichtet wird in Deutschland ganz besonders besteuert. [...]

Einen Kommentar mit Link schreiben

Smileys