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Schluss, aus, vorbei mit dem Web 2.0 – Stil?

5. Februar 2008 von ronny_s

Stile entwickeln sich aus dem Nichts oder von der grundlegenden Veränderung zum Vorgänger heraus. Die Ursprünge des Web 2.0 – Designs sind bei Apple zu finden. Sie entwickelten ein grafisches Grundschema aus der Webseite. Einige bekannte und angesehene Designer entwickelten diesen Stil einfach zu unseren all zu gut bekannten Web 2.0 – Stil weiter. Jeder sagte sich schlich „Wow, will ich auch haben” und lösten schließlich eine große Welle aus. Es durfte in keinem Designentwurf mehr auf abgerundete Ecke, Farbverläufe, diagonale Linien, kontrastreiche Farbgebung oder gespiegelte Logos verzichtet werden. Doch die große Frage bleibt bestehen. Was soll nach Web 2.0 kommen?

Eine Entwicklung, die zur Zeit bei einigen Webseiten zu erkennen ist, dass Gegenteil vom Web 2.0. Es kommen nun geschwungene Ornamente, Gestaltungselemente von alten Werbeschildern oder Anzeigen aus den 50er und 60er Jahren, Retroschriftarten und Farbklecksen zum Einsatz.

elliotjaystocks.jpg
elliotjaystocks.com

biolaedu.jpg
www.biola.edu/undergrad

jrvelasco.jpg
www.jrvelasco.com

opendoorsuk.jpg
student.opendoorsuk.org

Vielleicht wird dieser Stil den Web 2.0 ablösen. Aber es wird sicherlich einige Trendsetter gibt, die auf der Suche nach ihrem eigenen Stil sind. Ich persönlich finde, dass einige Elemente einfach zu viel sind und nur Klischees provozieren. Auf keinen Fall würde ich einen totalen Bruch in der Gestaltung von Webseiten bevorzugen. Ich tendiere eher zu einer Vermischung beider Stile. Dabei finde ich es interessant auf der einen Seite mit klaren Linien und Strukturen, aber dann auf der anderen Seite diese mit Ornamenten oder einer passenden Retroschrift aufzulockern. Auf jeden Fall wird die Zeit es zeigen, wie die Entwicklung weiter geht.

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3 Reaktionen zu “Schluss, aus, vorbei mit dem Web 2.0 – Stil?”

  1. Andy

    Soweit ich weiß hat doch Web 2.0 nichts mit Design zu tun. Im Grunde ist Web 2.0 ein Begriff der das Mitmachweb beschreibt (youtube, blogs, usw.).

    Web 1.0 war hingegen nur das statische anschauen von Webseiten.

    Und nach Web 2.0 kommt wohl das Semantische Web mit den Technologien von Web 2.0.

  2. il capo

    Muss Andy zustimmen. Web 2.0 beschreibt einfach nur eine neue Phase des Internet in dem der User aktiv mitgestaltet. Das gab es zwar schon immer, z.B. bei Foren aber erst jetzt wird es ein breites Massenphaenomen.

    Vom Design her finde ich dunkle Hintergruende und viel Grafik nicht geeignet fuer Seiten mit viel Inhalt. Praesentationen im Internet von Leistungen oder Produkten sind damit gut aber ansonsten darf Grafik nicht vom Inhalt ablenken und soll den User einfach nur fuehren.

    Es muss nicht immer gezeigt werden was man alles kann mit Design. Der Inhalt und das Angebot muss in 10 Sekunden erkennbar sein und in weiteren 10 Sekunden muss ein User wissen wie er es bekommt.

  3. ronny_s

    @ Andi:

    Mit der Technologie, die als Web 2.0 bekannt ist, hast du natürlich Recht. Es beschreibt die Veränderung im Nutzerverhalten dahin, dass der User zu einem aktiv agierender Teilnehmer bei der Erstellung von Meinungen, Nachrichten und Sammlungen, mittels Flickr, diverse Blog oder allgemeine Communities (Xing, StudiVZ) wird.

    Doch alle namhaften Web 2.0 – Webseiten, die diese Möglichkeiten für den Nutzer mitbringen, haben charakteristische Gestaltungselemente.

    Diese habe das Webdesign dann auch entscheident geprägt:
    - Spiegelung der Schrift
    - Glanz und Spiegelung in Elementen
    - Diagonale Linie
    - Farbverläufe
    - abgerundete Ecken
    - Kontrastreiche Farbwahl
    - klar strukturierter Seitenaufbau

    (Anmerkung:
    Es ist klar, dass nicht jeder Webseite alle aufgezählten Gestaltungeelemente vereinigt. )

    Um es jetzt noch zu kompletieren, eine Liste von Web 2.0-Webseiten:
    - yamelo.com
    - flickr.com
    - last.fm
    - trnd.com
    - futureofwebdesign.com
    - yuniti.com
    - datamash.us
    - appetido.de
    - reble.fm
    - atlaspost.com

    gut jetzt … eine unendliche Liste.

    Darum kann man schon von einer Web 2.0 – Stilrichtung reden.

    Diese ganze Diskussion um den “Einheit-Look” vom Web 2.0 hat Elliot Jay Stocks ins Rollen gebracht. Er ist ein angesehen Stilbrecher im Webdesign und kein unbeschriebenes Blatt in der Webdesignerecke. Er schaffte es zum erstmal den Versuch sich von den einheitlichen Gestaltungesgrundelementen zu lösen und der großen Masse adé zu sagen.

    @ il capo:

    In meinen Augen ist es eine Art Weiterentwicklung und ein Vorschlag, wie eine feste Struktur oder starre Form aufgelockert werden kann. Ich habe auch schon Beispiele gesehen, die ganz und gar deinem Grundsatz “… darf Grafik nicht vom Inhalt ablenken… ” nicht wiedersprechen. Als Beispiele werfe ich happycog.com, squawkdesign.com oder webdesignerwall.com ins Rennen.

    Ich denke, dass “Es muss nicht immer gezeigt werden was man alles kann mit Design. Der Inhalt und das Angebot muss in 10 Sekunden erkennbar sein und in weiteren 10 Sekunden muss ein User wissen wie er es bekommt.” bei diesen Webseiten auf jedenfall gegeben ist.

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