stromanbieter

unendliche Geschichte Teil 11

8. Mai 2008 von dirk

Heute hatte ich ca. 2 Stunden Termin beim Landesgericht: Ich suchte die Entscheidung in 2 Punkten wie gestern zu Lesen!

Wir kamen Pünktlich und der Gegner kurz darauf. Erschienen war der Anwalt, die Gegenpartei selber und sein Geschäftspartner (wurde als Zeuge vorgestellt, kam aber leider nicht zum Einsatz).

Vorher scherzten wir noch das garantiert einige Unterlagen kurz vor knapp dem Gericht zugegangen sind. So kam es auch, zum ersten Mal hielten wir die Gegenargumente der Partei, zu unseren Anträgen in der Hand. Diese gingen am gleichen Tag dem Gericht per Fax zu.

Vielleicht dachte man damit im Vorteil zu liegen oder man musste so lange an den Finger saugen um auch irgendetwas raus zubekommen. Jedenfalls las es sich so. Eine Mischung aus verdrehten Halbwahrheiten und frei erfundenen Schutzbehauptungen.

Doch weg von den Details, dass ich anderer Meinung bin ist unbestritten. Sonst bräuchte man keinen Richter. Zur Anhörung:
Den Richter als Domain oder Internetfachmann würde wohl kein Beteiligter ausweisen aber er war sehr bemüht. Er gab auch schnell zu, sich nicht auszukennen. Er signalisierte, dass er bei der Hauptverhandlung vor dem Landsgericht ebenfalls zuständig wäre und er sich dann näher mit dem Thema befassen will. Er verstand die Anliegen beider Seiten, konnte den Begründungen aber inhaltlich nicht ganz folgen. Das ist für technische Laien wohl auch etwas schwierig. In einem Hauptverfahren hat er dafür Experten, bei einer einstweiligen Verfügung nicht. Da geht es nur um Zeugen und Beweise.

Er meinte zur Gegenseite gewand, dass diese damit rechnen kann aus der Anhörung mit der Taube auf dem Dach zu gehen (also übersetzt, dass er unsere Antrag eher geneigt ist mind. teilweise abzulehnen) es aber am Ende nichts nützt, wenn die Taube am Ende ohne Federn ist. Er schlug vor sich zu vergleichen, was allerdings nicht gelang. Die Gegenseite besprach sich zwar zweimal außerhalb des Verhandlungsraumes aber schien keine Zuständigkeit zu haben. Es kam nicht mal ein konkreter Vorschlag raus.
Unser Vorschlag lautete: Verzicht auf Schadenersatz, Stillschweigevereinbarung, sofortige Übertragung der Domain auf uns, Ersatz der Auslagen für das Hosting (52,-EUR). Dieses Angebot wurde vom Gegenanwalt als beleidigend abgetan.

Unser Eindruck war, dass die Domain längst abgetreten oder gar verkauft ist.

Ich spar mir mal die vielen Unstimmigkeiten zu verschiedenen Punkten und Sachverhalten wiederzugeben und versuche ein paar unstrittige Punkte zunennen.

-Er hat für mich gearbeitet.
-Er war unter anderem bei mir für die Domains zuständig.
-Er hatte als Gegenleistung für die Übertragung allein die 52,-EUR als konkrete Mehrkosten.
-Die Domain war vorher in meinem Besitz.

Es mag sein, dass es noch ein paar Punkte mehr waren, viel mehr aber nicht. Es ist Ihm ja selbst angeblich nicht mehr bekannt das ich die Domain gekauft habe und zu welchem Preis. Wir fangen also in der folgenden Hauptverhandlung beim Urschleim an.

Mein Anwalt bekam, aufgrund der Kurzfristigkeit der Hinzubringung neuer Unterlagen, etwas Zeit sich zu äußern und danach spricht der Richter sein Urteil. Das wird nach Pfingsten geschehen. Egal wie das Urteil ausfällt wird es angefochten. Von uns oder der Gegenseite, wir werden uns also in ca. 5-6 Wochen vorm Oberlandesgericht wieder sehen und in der gleichen Sache wieder verhandeln, mit einem neuen Richter. Egal was dort entschieden wird, kommt es darauf zur ersten Hauptverhandlung vorm Landesgericht(ca. 3 Monate später), wo es nach einem Urteil vor dem Oberlandesgericht weiter gehen wird(noch mal 3-4 Monate).
Das ist der Zeitplan für diesen einen Weg, für die nächsten ca. 10 Monate.
Das ist weit, weit kürzer als von uns Anfangs erwartet. Die anderen Wege werden ähnlich dauern, wir haben da nette Sachen in Arbeit und werden den Kampf um unser Eigentum auf mehreren Wegen führen. Erstes Ziel ist die Rückübertragung unseres Eigentums und Zwischenziel, dass die Domain nicht verkauft werden darf.

Am Rande möchte ich erwähnen, dass eine eidesstattliche Versicherung von Sandro vorliegt. Diese steckt, wie erwartet, voller Unwahrheiten. Wichtig wird es sein diese als Lügen nachzuweisen und dafür zu sorgen, dass er seine Verurteilung wegen Meineides bekommt. Inhalte bekommt Ihr zu gegebener Zeit. Wir werden die Behauptungen nun durcharbeiten und auf Wahrheitsgehalt prüfen. Gegen nachweisliche Lügen, werden wir natürlich einzeln vorgehen.

Wenn Ihr mich um meine ehrliche Meinung fragt, hoffe ich bald anerkannte und neutrale Experten hinzufügen zu dürfen. Es ist mühsam bei Grundlagen vor Gericht anzufangen.
Der gegnerische Anwalt führt zwar immer mal Ausführungen an, die zeigen, dass er die Grundlagen beherrscht aber dann blitzen unsinnige Argumente hervor zu denen man sich nicht streiten will, sondern die Experten dann erläutern lässt. Man schaue sich nur seine Homepage an und jeder aus der Branche weiß Bescheid. Kleines Beispiel? Gleiche Titel auf jeder Unterseite und und und.. naja.. andere Dinge. Vielleicht geben wir mal paar nette Tipps wenn es weiter so schön professionell (vor Gericht) klappt.

Zum Glück bekommen wir Experten dann in den Hauptverhandlungen, nur müssen wir den aktuellen Rechtsweg gehen um schnell dahin zu kommen. 1 Jahr für die Instanzen ist doch Kürzer als die bis zu 3 befürchteten Jahre. Allerdings werde ich nun das Budget von vorerst 30 TEUR bereitstellen.

Bin bereit Wetten einzugehen, dass wir die letzte Instanz später erreichen als die Domain weg vom Veruntreuer ist. Sollte die Domain zwischenzeitlich verkauft werden muss ein anderer Weg bestritten werden. Sollte es dazu kommen erklär ich es, aktuell wäre das nur füllend.

An dieser Stelle, so einen Guten Morgen der ehrenwerten gegnerischen Anwaltschaft. Bin erfreut, dass Sie den Blog wahrnehmen und bin schon gespannt auf die Unterlassungsanträge bzw. angekündigten Strafanträge. Hab aber an diese Stelle einen Vorschlag: Ich werd den Domaindieb Sandro Wilhelmy nicht mehr Domaindieb nennen. Dafür schlage ich 10 Alternativen vor aus denen Sie 4 auswählen und die stelle ich hier im Blog zur Abstimmung. Domainlangfinger, Domainveruntreuhänder und vielleicht gibts noch paar Vorschläge als Kommentar.

Mein Tipp für diese Entscheidung des Richters, vom Landgericht, zu unseren Eilanträgen? Zu 1% wird wieder der alte Inhalt eingespielt und zu 40% wird Sandro untersagt die Domain zu übertragen. Bin ja Pessimist aber auch wenn der Richter sympathisch war, in der Sache hat eine Argumentation wenig gebracht, da es nicht im Grunde nachvollziehbar war. Es war für Ihn nicht nachvollziehbar denn dazu muss man ja zumindestens Wissen wie das ist mit den IPs, Provider, Server, Homepages funktioniert. Dafür hat er dann später aber wie gesagt seine neutralen Experten. Der Richter soll ja auch kein IT Berater werden sondern richten.

So, auf meinen Besuch beim Sport wie jeden Donnerstag Vormittag muss ich verzichten. Es ist 3 Uhr und ich muss bissel schlafen und morgen die verehrte Anwaltschaft mit Informationen füttern. Das Tagesgeschäft habe ich auch noch und einen besonderen Termin den ich zu gern nennen würde. Das würde diesen aber Sinnlos machen. Daher freuen wir uns auf Pfingsten!
Evtl. gibts noch ein paar Infos über die Feiertage aus den Unterlagen der verehrten Gegnerschaft. Ich hoffe mein Zweirad wird vor Pfingsten fertig, ich will raus.

Guten Morgen!

Ähnliche Beiträge:

  1. unendliche Geschichte Teil 6
  2. unendliche Geschichte Teil 10
  3. unendliche Geschichte Teil 4
  4. unendliche Geschichte Teil 9
  5. unendliche Geschichte Teil 5

Eine Reaktion zu “unendliche Geschichte Teil 11”

  1. unendliche Geschichte Teil 13

    [...] dieser Stelle lesen was die Gegenseite einige Stunden vor dem Termin dem Gericht vorlegte und uns erst am Gerichtstermin vorlag. Das Schreiben ist voller Unsinn und Lügen, diesmal aber halt widerlegbare Fakten, die [...]

Einen Kommentar mit Link schreiben

Smileys