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negative Feststellungsklage?

8. September 2008 von dirk

Vor Wochen bekam ich die Mail des neuen Besitzers eines Portales, das bisher einem Partner gehörte, mit dem wir bei der Werbevermarktung zusammen arbeiten. Er erkundigte sich nach der Verkaufsmöglichkeit einer bestimmten Domain und verdeutlichte seinen Kaufwunsch. Da ich für diese Domain Phantasie habe, war ich im März 2006 schon bereit, eine hohe vierstellige Summe für diese Domain zu bezahlen. Die Domain haben wir vor 3 Monaten begonnen zu entwickeln und sie wird sicher langsam zu Größe kommen können.

Ich schrieb Ihm höflich, dass die Domain nicht besonders viel Traffic hat (niedrig zweistellige Type ins am Tag) und ich die Domain schon teuer gekauft hätte vor einiger Zeit, ein Verkauf also nicht unter deutlich fünfstellig in Frage komme. Ich aber davon ausgehe, dass es uninteressant wäre und bei Interesse könne er sich ja wieder melden. Seine Antwort mit einem Gebot von 2.500,-EUR, brachte ihm dann nur einen kurzen Satz als Antwort: dass ich natürlich nicht unterm Einkaufspreis verkaufen werde und er meine Vorstellungen ja bereits bekam und ich Ihm viel Erfolg mit seinen neuen Portal wünsche.

Nun kam doch tatsächlich nen Schreiben von seinem Anwalt, in dem er mich auffordert die Domain zum Angebotspreis von 2.500,-EUR zu verkaufen und er ansonsten klagen wird. Er meint weiter im Schreiben, er habe bessere Rechte, da es keine ausreichende Unterscheidungskraft zwischen den Domains gebe und eine Marke auf seine “beispiel.de” angemeldet wäre.

Es gab noch einige, nicht mal richtige Rechtsbegründungen. Ich fühlte mich beleidigt über diesen billigen Versuch und gönnte dem Anwalt nicht einmal ein Antwortschreiben meines Anwaltes. Ich diktierte Kira kurz, in Absprache mit dem Anwalt, ein Schreiben einen Satz und raus ging es vorab per Fax.

Leider hat sich der Brief des Anwalt nicht so gelesen als wäre er Spezialist im Bereich aber man kann ja hoffen, dass er es versucht.

Erst wollte ich eine negative Feststellungsklage in Betracht ziehen, aber der wenige Spaß und die hohen Kosten haben mich erst einmal davon abgebracht.

1 Tag Später…
Anwalt sendet mir eine Mail, dass der gegnerische Anwalt sich am Telefon meldete. Sein Mandant wäre noch bereit etwas draufzulegen, würde dann aber klagen wenn ich nicht darauf eingehe. Ich solle dem gegnerischen Anwalt meine Entscheidung mitteilen. Ich antworte meinen Anwalt, dass ich dem Gegner nicht zum dritten Mal das Gleiche schreibe und er halt klagen muss, nen Schreiben von mir aber nicht noch einmal rausgeht.

Das ist nun mittlerweile ca. 6-8 Wochen her. Eine Klage kam ebenso wenig, wie ein Angebot im gewünschten Bereich. Dafür ist der Traffic nun täglich knapp dreistellig am Tage. Es wird also langsam… ich ahne auch, dass ich dem Herrn auf der Messe nächste Woche über den Weg laufe. Aber wird mich eh nicht erkennen… kennt mich nur vom Xing Profil… *grins*

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