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Elena – elektronischer Entgeldnachweis

29. November 2009 von dirk

Zum Start 2010 werden wir wieder mit neuen Auflagen beglückt, so müssen wir jeden Monat Informationen über alle Mitarbeiter in eine zentrale Datenbank übermitteln. Daten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum, Höhe des Gehalts und natürlich Beschäftigungszeitrum werden an die Behörden elektronisch übermittelt.
berechtigte Behörden (ich hoffe mal nur diese) dürfen dann diese Daten einsehen und verwenden.

Zukünftig wird dies dann auch für Arbeitslose, Wohn- und Elterngeld beantragende gelten. Dies ist ein riesiges Unterfangen und dient nicht nur der Kontrolle und Überwachung, soll natürlich vor Missbräuchen jeglicher Art schützen aber ist im Grunde nichts anderes als eine neue Speicherung von Daten die natürlich wie immer wahnsinnig sicher sind und nur für den guten Zweck eingesetzt werden.

Ich bin gespannt wie lang es dauert das die ersten Politiker dann weitere Verwendungsmöglichkeiten finden. Unternehmen soll dieses System übrigens um 85 Millionen EUR entlasten. Bürger die Sozialeistungen beantragen müssen für die Signaturkarte 10,-EUR bezahlen.

Das elektronische Zertifikat können Bürger übrigens auch unter Umständen demnächst in der Wirtschaft einsetzen, z.B. um sich Online zu identifizieren. Vorteil ist der Bürokratieabbau, da dann vieles einfach und bequem vom Sofa aus erledigt werden kann. Für 50,-EUR kann man sich eine Soft- und Hardware erwerben und damit übers Netz identifizieren.

Die Signatur kann dann auf den ePerso aufgespielt werden und damit im Internet, wie ich es zumindestens aktuell sehe, rechtsverbindlich unterschrieben werden. Es würde zumindestens die Alterschutzverifizierung in Deutschland revolutionieren.

Fazit: Für deutsche Internetunternehme eine positive Sache und auch der Bürger bekommt sicher bald einige Behördenbesuche erspart.

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2 Reaktionen zu “Elena – elektronischer Entgeldnachweis”

  1. ronny_s

    “…wir jeden Monat Informationen über alle Mitarbeiter in eine zentrale Datenbank übermitteln…” – bitte schreib nochmal alle Gesetze und Paragraphen für dieses Regularium auf, die für eine Internetfirma festgelegt wurden?

    Wie sieht es da mit Datenschutz aus!!! “…dient nicht nur der Kontrolle und Überwachung,…” – Das sehe ich nicht so. Sind einmal die Daten im Netz, sind sie für einen sehr langen Zeitraum im Netz. Aus Sicht des Angestellten kann zu einem ungünstigen Zeitraum das eine oder andere Beschäftigungsverhältnis negativ zur Last gelegt werden änhlich Bilder oder Meinungen aus sozialen Netzwerken. UND bei diesem System hat der Bürger nicht SELBST in der Hand, welche Daten von ihm preisgegeben werden!

    Ich kann mir auch vorstellen, dass die “…Signaturkarte 10,-EUR…” für (private) Arbeitsvermittlungen sehr lohnenswert ist. Man sieht sofort, als was der Bürger in welchem Zeitraum wie viel verdient hat. Diese Sache ist vielleicht für das Unternehmen hilfreich. ABER für den Angestellten eine Katastrophe!

    “der Bürger bekommt sicher bald einige Behördenbesuche erspart.” – ein eindeutiges Pseudoargument.

    Ich bin dagegen und finde es nicht gut! Ich bin mal gespannt, wann 2010 in den Nachrichten über die ersten Hack-Angriffe berichtet wird bzw. die persönlichen Daten im großen Stil (Telekom) verkauft werden. Ich sehe es als nicht sicher(!) an und der Zeitraum (monatliche Datenübertragen) ist inakzeptabel.

    mehr dazu: Verfassungsrechtliche Probleme bei ELENA

  2. dirk

    Ja Ronny, ich warte auf dem Moment wo man unter der Hand erfährt welcher Mitarbeiter welches Gehalt bei welcher Firma hat und dann die Headhunter auf Einkaufstour gehen.

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