Was ist ein Textbait?
Donnerstag, 21. April 2011 von terenceDie Temperaturen steigen und der Sommer steht quasi schon vor der Haustür. Für Webmaster bedeutet das gleichermaßen die trafficschwache „Sommerloch“-zeit. Wer auch im Sommer genügend Traffic auf der eigenen Seite möchte, sollte doch mal mit einem Textbait experimentieren.
Nehmen wir den Taschenspieler-Trick mit dem Geldschein an der Leine als Beispiel für einen Textbait: Der User sucht dabei in gängigen Suchmaschinen gezielt nach einem aktuell (oder beständig) sehr beliebten Suchbegriff.
„Geld geschenkt“
Nun erhält der User zahlreiche Ergebnisse für Seiten, die damit werben in irgendeiner Form dem User Geld zu schenken. Eine davon könnte eine Textbait Seite darstellen, die in ihrer Überschrift und mehrmals im Text mit dem Begriff „Geld geschenkt“ wirbt. Wird die betreffende Seite weiter untersucht, stellt man unter Umständen fest, dass hier kein Geld verschenkt wird – geschweige denn überhaupt der Eindruck erweckt werden soll. In diesem Fall diente die Unterseite als ein klassischer Textbait, bei der der User über populäre Suchanfragen auf die Seite fand. Der User sieht in dem Fall den fiktiven Geldschein, jedoch ist er nie in tatsächlich greifbarer Nähe.
Traffic, Traffic und noch mehr Traffic
Für den Webmaster bedeutet ein Textbait vor allem steigende Besucherzahlen, denn ob es bei unserem Beispiel tatsächlich „Geld geschenkt“ gibt, lässt sich erst nach eifrigem Durchstöbern der jeweiligen Seite feststellen. Der erreichte Traffic ist aber nicht zwingend guter Traffic. Können die Einnahmen über Werbung zwar kurzfristig steigen, können über dieses Täuschungsverfahren kaum langfristige Leser gewonnen werden. Im Gegenteil: Denn die Absprungrate wird sich je nach Inhalt der Zielseite verschlechtern, oder stark verschlechtern. Die Frage hierbei ist lediglich, wie lang es den User braucht um zu bemerken, dass er hier nicht den gewünschten Inhalt finden wird.
Entgegen Linkbaits, deren Nutzen also langfristig angelegt und nachweisbar ist, stellen Textbaits nur eine kurzfristige Spitze in den Besucherzahlen dar, die nur selten in „guten“ und wiederkehrenden Traffic konvertiert werden können.


