Schule in Chemnitz
Mittwoch, 5. November 2008 von anniIch melde mich aus dem fernen Chemnitz, zwar einen Tag später als gehofft, aber es ging LEIDER noch nicht eher. Ohne Internet und ohne Fernseher verbringe ich schon seit Montag meine Zeit hier, denn das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft 2, welches den theoretischen Teil meiner Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation übernimmt, befindet sich im schönen Chemnitzer Stadtviertel Kaßberg.
Meine Klasse besteht aus 19 jungen Menschen (unter denen 3 Hähne in einer Weiberwirtschaft zurechtkommen müssen
) und wir sind die einzigen 19 Personen in ganz Sachsen, die diesen Beruf erlernen. Das bekräftigt mich in meiner Wahl für diesen Beruf!
Am Montag fand der so genannte “Tag der Begegnung” statt, an dem wir uns alle erst einmal vorsichtig angenähert, unsere Klassenlehrerinnen (!) kennen gelernt und unseren Stundenplan erhalten haben. In einer kleinen Vorstellungsrunde hat jeder berichtet, in welchem Betrieb er lernt, was bisher seine Aufgaben waren und wie man zu dem Beruf gekommen ist. Wir haben ganz wie in alten Schulzeiten ein Wandplakat gestaltet, auf dem jeder sein Firmenlogo mit einer kurzen Erläuterung zu den Leistungen/Aufgaben des jeweiligen Unternehmens präsentiert hat.
Meine Schulfächer unterteilen sich in die Lernfelder 1 bis 4, die sich vor allem mit Themen zum Beruf zum Beispiel Marktforschung beschäftigen. Da ich das Abitur an einem beruflichen Gymnasium für Wirtschaft erworben habe, kann ich in Rechnungswesen mit meinem Wissen “glänzen”
Außerdem habe ich Datenverarbeitung, Deutsch, Gesellschaftskunde und sehr zu meiner Freude auch Englisch. Im Projektunterricht gestalten planen wir Projekte und setzen diese auch um, damit auch die kreative Arbeit nicht zu kurz kommt.
Da ich mir den Stress mit dem täglichen Pendeln zwischen Dresden und Chemnitz ersparen wollte, habe ich ein Zimmer in einem Wohnhotel bezogen, was man nun wirklich nicht als “Romantikhotel” bezeichnen kann. Da blickt man der tiefsten DDR ins Auge … Aber es ist auszuhalten und die 2 Wochen gehen auch vorüber. 
Bisher finde ich den Unterricht wirklich spannend und ich habe auch schon einiges erfahren und interessante Menschen kennengelernt. Ich denke, dass ich von dem Theoretischen wirklich profitieren kann und mein erlerntes Wissen gut in die praktische Arbeit bei uns einbringen kann (und werde) …





